So

08

Mär

2009

Aktuelles Thema Nr.2

Weiß zieht nicht und drückt die Uhr!

 

In der Wiener Vereinsmeisterschaft spielen wir noch mit zeitlicher Toleranz von einer Stunde Verspätung. Gestern kam mein Gegner zu spät ans Brett, mir passierte aber eine peinliche Panne: Als die anderen zu spielen begannen, spielte ich 1. d4, drückte die Uhr, schrieb den Zug auf und ging herum... dachte ich jedenfalls. Erst als mein Gegner nach ca. 15 min eintraf, sprach der gegnerische Mannschaftskapitän aus, dass ich keinen Zug ausgeführt hatte. Ich hatte es wirklich einfach vergessen!

Dankenswerterweise war mein Gegner nicht zimperlich und legte keinen Einspruch ein. Umso mehr Dank ist angebracht, weil ich die Partie gewann, und nochmal mehr, weil er in eine mir unbekannte Eröffnung einlenkte und ich dann sogar bald in Zeitnachteil kam.

Aber was wäre bei einem Einspruch gemäß den Regeln passiert?

 

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1 Kommentar

  • #1

    roland.toepfer@tele2.de (Samstag, 14 März 2009 22:36)

    Nahfolgend die Regel hierzu:
    6.8 a) Während der Partie hält jeder Spieler, nachdem er seinen Zug auf dem
    Schachbrett ausgeführt hat, seine eigene Uhr an und setzt die seines Gegners in Gang.
    Einem Spieler muss es immer ermöglicht werden, seine Uhr anzuhalten. Sein Zug gilt
    als nicht vollständig abgeschlossen, solange er das nicht getan hat, es sei denn, der
    ausgeführte Zug hat die Partie beendet (siehe Artikel 5.1 und 5.2).
    Die Zeit zwischen der Ausführung des Zuges auf dem Schachbrett und dem Anhalten
    der eigenen und dem Ingangsetzen der gegnerischen Uhr gilt als Teil der Bedenkzeit des
    betreffenden Spielers.

    Im oben geschilderten Fall wäre praktisch die BZ zu Lasten von weiß gegangen, da der ausgeführte Zug nicht abgeschlossen war.

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